General Eisenschnabel

Diese Geschichte schrieb ich im Alter von 10 Jahren. Sie ist ebenfalls an Redwall angelehnt. Folgende Figuren habe ich nicht selbst erfunden: Jubel und General Eisenschnabel. Es war wieder der Anfang gegeben.

Wien, Vienna, Austria, Österreich
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Langeweile konnte Marie nicht ausstehen.

Immer war sie auf der Suche nach einem Abenteuer. Meistens hatte sie Glück und es passierte etwas Aufregendes.

Auch wenn es nur ein Blumentopf war, der neben Fräulein Schick zu Bruch ging. Aber heute schien wirklich nichts los zu sein. Seufzend blickte Marie aus dem Fenster ihres Zimmers und sah den Regentropfen zu, wie sie prasselnd auf das Straßenpflaster klatschten.

Aber nanu, was war denn das?

Marie starrte ungläubig auf den Gullydeckel, der sich da unten gerade wieder schloss.

Hatte sie nicht eben ein kleines, wuscheliges Knäuel gesehen, das über die nasse Straße flitzte, blitzschnell den runden Deckel hob und dann in dem Loch verschwand?

Das muss ich mir ansehen, dachte sie.

Sofort zog sie sich ihren Regenmantel an, schlüpfte in ihre Gummistiefel und knallte die Tür zu.

Draußen angekommen überlegte sie nicht lange und folgte unbemerkt dem Wuschel in den Abgrund. Unten fand sie den Wuschel. Es war ihr alter Freund Jubel.

„Hallo, Jubel!“, rief Marie. „Was machst du denn hier unten?“, fragte Marie anschließend.

„Ich bin vor General Eisenschnabel geflohen, der mich mit seinem Schnabel aus Eisen aufspießen wollte“, erzählte Jubel.

Der Kanal, in dem sie sich befanden, glich einem Kellergewölbe. Überall an der Wand glitzerte es wie Diamanten.

Plötzlich trat aus der Dunkelheit ein Fuchs hervor, dessen Augen glitzerten wie ein Smaragd.

„Lauf, so schnell du kannst!“, rief Jubel seiner Freundin zu.

Beide rannten aus dem Kanal. Der Fuchs folgte ihnen glücklicherweise nicht.

„Wo ist General Eisenschnabels Versteck?“, wollte Marie wissen.

„In der alten, verlassenen Villa“, sagte Jubel.

„Ich habe eine Idee“, sagte Marie. „Mein Vater ist Bauarbeiter und hat einen Kran zum Abreißen. Wir könnten ihn bitten, die Villa abzureißen. Dann ist General Eisenschnabel mit seiner Armee begraben.“

„Das ist eine gute Idee“, sagte Jubel.

Marie ging also zu ihrem Vater und bat ihn, die Villa abzureißen.

„Aber natürlich machen wir das. Ich wollte sie sowieso abreißen“, sagte er.

Und dann geschah es. Das Haus stürzte in sich zusammen und General Eisenschnabel war begraben.

„Juhu, jetzt brauche ich keine Angst mehr zu haben!“, rief Jubel.

Und so lebten sie noch glücklich bis an ihr Lebensende.

ENDE  

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