Thomas und der halb überfahrene Werwolf

Im Lungau (Salzburg) liegt die Burg Finstergrün, eine Burg die Anfang des 20. Jahrhunderts wieder erbaut wurde. Sie gehört der Evangelischen Jugend Österreich. Dort habe ich im letzten Sommer ein paar Geschichten anlässlich unserer Freizeit geschrieben.

Burg Finstergrün, Lungau, Österreich, Austria
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Sie zogen ein Los, Susi verlor und musste einkaufen fahren. So stieg sie in Thomas’ Auto und fuhr nach Tamsweg zum Billa, um Semmeln für die ganze Burg zu kaufen. Es war schon spät am Abend und nach einiger Zeit fielen die Scheinwerfer aus.

Susi fuhr über irgendetwas drüber, aber kümmerte sich nicht weiter darum und fuhr nach Tamsweg.

Thomas hatte Sehnsucht nach seinem Auto und so ging er auf die Suche nach ihm. Er nahm zum Trinken nur ein Glas Milch mit.

So wanderte Thomas die Straße entlang und kam zu der Stelle, an der Susi etwas angefahren hatte. Er war schrecklich erschöpft und hatte nur noch ganz wenig Milch.

Da sah Thomas den halb überfahrenen Werwolf. Er hatte schreckliches Mitleid mit dem armen Geschöpf und teilte sein letztes Schlückchen Milch mit ihm. Dann rief er Joey an und er holte Thomas und den Werwolf ab.

So war kein Betreuer mehr bei den einundzwanzig Kindern und so nahmen sie Joeys MP3-Player und machten eine Disco. Sie raubten die Naschkammer aus und tranken Cola, Fanta und Sprite und aßen Chips und Popcorn. Danach schauten sie sich „Star Wars III – Die Rache der Sith“, „Herr der Ringe I, II und III“, „Per Anhalter durch die Galaxis“ und „Die Teletubbies“ an.

Nach vierundzwanzig Stunden kamen die Betreuer zurück. Bald kam der Werwolf wieder zu Kräften. Thomas war gerade mit ihm im Zimmer und so wurde er gefressen.

Der Werwolf war nun so dick, dass er sich nur noch aus der Burg robben konnte. Dann verschwand er.

Nach einer Woche wurde Susi wieder zum Semmel-Kaufen losgeschickt. Wieder fuhr sie über etwas drüber.

Joey war schrecklich genervt von den einundzwanzig Kindern, dass er eine Wanderung machte. Er kam zu dem halb überfahrenen Werwolf, der Thomas gefressen hatte und am Straßenrand lag.

Auch Joey hatte schreckliches Mitleid mit dem armen Wesen. So teilte er seine letzte Zigarette mit dem Werwolf. Der Werwolf hatte so viel gefressen, dass er Joey nicht mehr fressen musste.

Und so wurden die beiden gute Freunde.

Worterklärung & Namenserklärung:
Susi = eine Betreuerin
Thomas = Leiter
Tamsweg = der nächste größere Ort
Joey = ein Betreuer
Naschkammer = Süßigkeitsgeschäft

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