Der Zwergholunder

Diese Geschichte schrieb ich mit zehn Jahren. Es ist wieder eine Geschichte, bei der der Anfang schon gegeben war.

Niederösterreich, Austria, Österreich
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Es war einmal ein giftiger Zwerg, der mit seinen kleinen spitzen Zähnen jeden biss, der ihm über den Weg lief.

"Au!“, quietschte die Maus und verschwand heulend in ihrem Loch.

„Lass mich in Ruhe!“, brüllte Hans Hase, doch schon hatte der bissige Kerl wieder zugepackt.

„Na warte“, dachte Hans Hase und verschwand hinkend im Wald.

Am nächsten Morgen, als der Zwerg wieder unterwegs war und mit seinen Zähnen klapperte, wartete Hans schon ungeduldig hinter einem Busch.

Als der Zwerg am Busch vorbei kam, stürzte sich Hans auf den giftigen Zwerg und fesselte ihn mit einer Liane.  Hans Hase schleppte den bissigen Kerl in seinen Hasenbau. Hans ging vor seinen Bau und sammelte Äste.

Gerade als er einen Ast aufheben wollte, piepte etwas: „Ich bin zu jung zum Sterben.“

„Aber, aber, ich will dir doch nichts tun“, sagte der Hase, der sich zuerst ziemlich erschreckt hatte, aber dann merkte, dass es bloß die ängstliche Maus war.

„Bitte hilf mir, Feuerholz zu suchen“, bat der Hase.

Gemeinsam sammelten sie Feuerholz und zündeten ein Feuer vor der Höhle an.

„Was machen wir jetzt?“, fragte die Maus.

„Wir lassen Rauchzeichen steigen, damit alle Tiere des Waldes kommen, die schon gebissen worden sind“, sagte der Hase.

So geschah es auch. Der weise Pavian und die kluge Eule berieten sich und kamen zu der Einsicht, dass der Giftzwerg gegen Holunderbäume allergisch ist und wenn man sie ihm zu Essen gibt, dann fallen ihm die Zähne aus und er kann nie wieder beißen.

„Doch“, schloss der Pavian, „wir wissen nicht, wo Holunder wächst.“

Da rannte die jüngste Maus weg und kam mit einem Büschel Holunder wieder. Der Hase stopfte dem Zwerg den Holunder in den Mund. Tatsächlich! Plötzlich fielen ihm die Zähne aus.

Der Hase befreite den Kerl und er floh und kam nie wieder.

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