Fleck, sein größtes Abenteuer

Das ist wieder eine Schularbeit. Die Angabe lautete folgendermaßen: Eine Tiergeschichte. Zur Wahl folgende Tiere: Tausendfüßler, Schnecke, Maus (auch in der Wüste), Dromedar, Nilpferd, Boxer, Salamander, Bernhardiner, Spaniel, Dackel,... Ich nahm den Spaniel und bekam ein Sehr gut. Damals war ich 11 Jahre alt.

Provence, Frankreich, France, Vaison
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"Hallo, ich heiße Fleck und bin ein Kings-Charles-Spaniel mit einem weißen Kopf und einem weißen Ring um das rechte Vorderbein. Sonst bin ich schwarz. Mein Zuhause ist eine große Villa, die meinem reichen Herrchen gehört. Doch vor zwei Jahren wurde er entführt.

Diese Geschichte erzähle ich jetzt, doch ich brauche Zeit...


Als ich ein kleiner Welpe war, lebte ich bei einer ganz normalen Familie. Doch eines Tages fuhr meine Familie auf Urlaub. Sie setzten mich auf einer Autobahnraststation aus. Zwei Tage lang irrte ich traurig im Wald herum.

Aber dann wurde ich von meinem derzeitigen reichen Herrchen gefunden. Er hatte mich sofort gern. Leider war er sehr reich. Das wurde ihm zum Verhängnis. Viele Diebe in der Gegend waren hinter seinem Vermögen her.


Eines Nachts hörte ich ein Klirren. Voller Angst rannte ich zu meinem Herrchen. Das Fenster war nach innen eingeschlagen und das Bett meines Herrchens war durchwühlt.

Plötzlich hörte ich einen Automotor heulen. Ich warf einen Blick aus dem Fenster.

Doch dabei merkte ich nicht, dass sich ein Funkgerät von der Größe eines Golfballes in meinem Fell verfing. Einer der Entführer hatte es in aller Eile verloren.

Da stürzte die Frau von dem reichen Mann ins Zimmer. Als sie bemerkte, dass ihr Geliebter entführt worden war, brach sie schluchzend auf dem Zimmerboden zusammen.

Ab nächsten Morgen rief sie die Polizei. Die startete eine Hausdurchsuchung und prüfte auch mein Frauchen und mich. Bei der Frau entdeckten sie nichts, doch bei mir fanden sie das Funkgerät.

Mein Frauchen wurde sehr wütend. "Ich hätte nie gedacht, dass du so etwas tust. Scher dich weg, du verfluchter Köter!"

Ein zweites Mal brach es mir fast das Herz. Wenn ich wieder dort leben wollte, musste ich mein Herrchen finden!

Erst einmal begann ich der Spur zu folgen. Leider führte sie ins finsterste Viertel der Stadt. Das war also das Verbrecherviertel von New York. Überall dampfte es und zwischen den Hochhäusern war es stets dämmrig.

Als ich um eine Ecke biegen wollte, verharrte ich plötzlich völlig regungslos. Ich hatte das Auto gefunden, das mein Herrchen entführt hatte. Es stand vor einem dunklen Gebäude.

Vorsichtig lief ich ins Haus. Da hörte ich eine Männerstimme sprechen. "Schreib schneller, Bill! Ich will den Erpresserbrief noch heute abgeben." "Ich schreib ja schon, so schnell ich kann", antwortete der andere.

Da fiel mein Blick auf eine Leiter. Mühevoll kletterte ich hinauf. Als ich oben war, befand ich mich genau über den Entführern. Oben befand sich noch ein Sandsack. Er war mit einem Strick befestigt. Obwohl das Seil ekelhaft schmeckte, biss ich es durch. Es betäubte die beiden Entführer.

Schnell lief ich wieder hinunter. Jetzt biss ich auch die Fesseln meines Herrchens durch. Er befand sich in der dunkelsten Ecke und war an einen Stuhl gefesselt. Nachdem er mir gedankt hatte, rief er die Polizei. Die nahmen die Entführer fest.

Mein Frauchen entschuldigte sich bei mir. Sie hatte mir Unrecht getan. Jetzt war ich wieder glücklich.


Das war die Geschichte von meinem größten Abenteuer. Hoffentlich hat es euch gefallen. Oh, ich glaube, es gibt etwas zu fressen. Hier trennen sich unsere Wege. Bis bald.

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