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Odysseus schlug seine List vor. Alle stimmten im freudig zu.
Doch wer sollte das wagen?
Ich meldete mich freiwillig. Natürlich übernahm ich, Sinon, der Meister der Heuchelei, diese Aufgabe.
Die Griechen zogen ab und ich versteckte mich hinter dem Schilf. Als mich die Trojaner fanden, fesselten sie mir die Hände und brachten mich zu Priamos.
Dort erzählte ich, dass ich von den Griechen ausgestoßen worden wäre und dass mich die Trojaner entweder töten oder bei sich aufnehmen könnten.
Auch erzählte ich ihnen, dass mich die Griechen opfern wollten.
Durch diese Lügen gelang es mir, Priamos gnädig zu stimmen, und ich wurde bei den Trojanern aufgenommen.
Außerdem erzählte ich, dass das Pferd vor den Stadtmauern, Athene geweiht sei und die Griechen hätten den Bauch so dick gemacht, damit es nicht durch die Tore passte, da dann Troja viel mehr Glück haben würde, weil Pallas Athene wieder friedlich gestimmt war.
In der Nacht stiegen die Griechen aus dem hölzernen Pferd und öffneten den Truppen die Tore der Stadt.
Nun überfiel das Heer die schlaftrunkenen und betrunkenen Trojer.
Ich konnte mich rechtzeitig in Sicherheit bringen, denn dieses Gemetzel war nichts für mich.
Die Schlacht dauerte lange, und ich sah Rauchwolken und Feuerschein über Troja hängen. Andauernd wehte der warme Nachtwind die Todesschreie zu mir herüber.
Und plötzlich tat es mir Leid, dass ich die Trojaner verraten hatte und ich flehte zu den Himmlischen des Olymps, dass sie mir verzeihen sollten.
Die Götter hörten mein Klagen und vergaben mir.
Als der Morgen dämmerte, machte ich mich aus dem Staub.
Ich glaube, die Griechen haben mich nicht einmal vermisst.
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